Servus und Grüss Gott bei den Faustnitztalwanderern Teunz
11./12. Dezember 1993 20. IVV-Wandertag Diesmal über 6000 auf der Strecke Teunzer Wandertag spitze! Neuöttinger holten Trophäe Teunz.   Mit   sage   und   schreibe   303   gemeldeten   Teilnehmern   sicherten   sich   die   „Inntal-Wanderer“   aus Neuötting    den    großen    Wanderpokal    des    Schirmherrn    beim    20.    Internationalen    Volkswandertag    in Teunz.   An   zwei   Tagen   bestimmten   über   6000   Teilnehmer   das   Bild   in   der   Gemeinde.   Über   70   Helfer sorgten   für   einen   reibungslosen Ablauf,   ob   als   Verkehrsposten,   beim   Verkauf   von   Verpflegung   oder   bei der   Ausgabe   der   begehrten   Stempel.   Unfreiwillig   bot   die   Wanderabteilung   der   SpVgg   außerdem   eine Wanderung   durch   die   Jahreszeiten   an.   Während   die   Teilnehmer   am   Samstag   durch   fast   grüne   Fluren marschierten,   zeigte   sich   die   zehn   Kilometer   lange   Strecke   am   Sonntag   in   winterlichem   Weiß.   „Je mehr   Routine   man   hat,   um   so   eher   schleichen   sich   Fehler   ein,   und   darum   bin   ich   heute   so   nervös   wie beim    ersten    Mal.“    Das    sagte    der    Vorsitzende    der    Wanderabteilung    der    SpVgg   Teunz,    Siegmund Dirscherl,   am   Sonntag   angesichts   des   20.   Internationalen   Volkswandertages.   Sein   Lampenfieber   stellte sich    aber    als    unbegründet    heraus.    Reibungslos    verliefen    die    beiden    Tage,    an    denen    über    6000 gemeldete   Teilnehmer   auf   die   zehn   Kilometer   lange   Strecke   gingen.   Sie   führte   diesmal   vom   Startplatz bei     der     Volksschule     durch     den     Ortskern     entlang     des     ehemaligen     Schuttplatzes     über     die Oberviechtacher   Straße   in   Richtung   Rodelbahn.   Von   dort   ging   es   weiter   entlang   der   Murach,   vorbei   an der    Hebermühle,    der    Kapelle    St.    Jakob    nach    Fuchsberg.    Hier    hatte    der    Veranstalter    im    neuen Feuerwehrhaus   den   Hauptverpflegungspunkt   eingerichtet.   Die   Wanderer   konnten   sich   dort   mit   einer deftigen   Brotzeit   in   Form   von   Bratwürsten   oder   warmen   Leberkäs   ebenso   wie   mit   süßen   Schmankerln stärken.   Natürlich   gab   es   auch   an   Getränken,   was   des   Wanderers   Herz   erfreut,   einschließlich   der   kleinen   „Anheizer“.   Von   Fuchsberg   aus   ging es   weiter   nach   Zeinried   und   von   dort   wiederum   in   Richtung   Schule.   Dort   angekommen   galt   es,   alle   notwendigen   Formalitäten   zu   erledigen,   vom Abstempeln   der   Wanderbücher   bis   zum   Abholen   der   Erinnerungsgaben.   Hier   war   selbstverständlich   ebenfalls   für   das   leibliche   Wohl   der Teilnehmer   bestens   gesorgt.   Für   zusätzliche   Unterhaltung   sorgte   die   Gruppe   „Oldies“   die   schon   fast   zum   Inventar   der   Teunzer   Wandertage zählt.   Einen   wesentlichen   Faktor,   der   vom   Veranstalter   nicht   zu   beeinflussen   ist,   stellt   das   Wetter   dar.   Dies   wurde   heuer   für   die   zahlreichen Teilnehmer   zu   einer   besonderen   Überraschung.   Während   die   Wanderer   am   Samstag   bei   fast   frühlingshaften   Temperaturen   durch   grüne   Fluren marschierten,   bot   sich   dem   Betrachter   am   Sonntag   eine   herrliche   Winterlandschaft   mit   geschlossener   Schneedeck.   „Tolles   Wanderwetter“, begeisterten   sich   die   meisten   Teilnehmer   an   beiden   Tagen   und   waren   gleichermaßen   voll   des   Lobes   für   die   Organisation.   Dafür,   dass   alles reibungslos    über    die    Bühne    ging,    zeichneten    rund    70    Helfer    verantwortlich,    die    Mannschaft    der    Oberviechtacher    Rotkreuzkolonne    nicht eingerechnet,    die    zur    sanitätsdienstlichen    Betreuung    bereitstand.    Viel    Arbeit    hatten    die    Verkehrsposten,    die    nicht    nur    die    zahlreichen Reisebusse   dirigieren,   sondern   vor   allem   die   wesentlich   größere   Zahl   der   Pkw   auf   die   verschiedenen   Parkplätze   einweisen   mussten.   Ihnen allen zollte 2. Bürgermeister Reinhold Schindler bei der Pokalverleihung Dank und Anerkennung. An   den   Vorsitzenden   der   Wanderabteilung,   Siegmund   Dirscherl,   verlieh   er   stellvertretend   den   Wappenteller   der   Gemeinde.   „Ihr   habt   durch   euere Aktivität   den   Namen   Teunz   weit   über   die   Gemeinde-,   Landkreis-,   ja   sogar   Bezirksgrenzen   hinaus   bekannt   gemacht“,   so   Schindler.   Er   verband damit   die   Genesungswünsche   an   den   Schirmherrn,   Bürgermeister   Josef   Klier,   der   aufgrund   eines   Krankenhausaufenthaltes   nicht   an   der Siegerehrung   teilnehmen   konnte.   Siegmund   Dirscherl   gab   die   Dankesworte   an   seine   Helfer   weiter   und   schloss   sich   auch   den   Wünschen   auf baldige   Genesung   für   den   Bürgermeister   an.   Die   handgemalte   Holzplatte,   die   ihm   für   zehnmalige   Schirmherrschaft   verliehen   werden   sollte, werde   zu   gegebener   Zeit   überreicht,   meinte   der   Vorsitzende.   Den   Siegerpokal   und   damit   zugleich   den   Wanderpokal   des   Schirmherrn   holten sich   heuer   mit   303   gemeldeten   Teilenehmern   die   „Inntal-Wanderer“   aus   Neuötting.   Auf   Platz   zwei   kamen   mit   252   Startern   die   Wanderfreunde Pfreimd   vor   den   Wanderfreunden   Schwarzhofen   mit   immerhin   noch   170   Meldungen.   Die   Wanderfreunde   Hunderdorf,   der   Musikverein   Gleiritsch und   die   Wanderfreunde   aus   Wetterfeld,   Neunburg   und   Neumarkt   belegten   die   weiteren   Ränge   der   Auswärtigenwertung.   Von   den   örtlichen Vereinen   stellte   einmal   mehr   die   Blaskapelle   Teunz   die   meisten   Wanderer   vor   der   Therapieeinrichtung   Tannenschleife   und   den   Feuerwehren aus Zeinried und Fuchsberg.
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Auszeichnung 1993